Beppu (...einmal heiß baden bitte...)

Veröffentlicht auf von Sven

Hallo aus Beppu dem berühmten Thermalort in Japan,

der Grund warum ich Yoshi schon wieder verlassen musste war das ich eine Verabredung per Couchsurfing in Beppu hatte. In Beppu war ich bei Phoung aus Vietnam und Ihren Mitbewohnern untergebracht.

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In Beppu gibt es eigentlich zwei Hauptattraktionen, wobei ich nur von einer Fotos machen konnte. Dadurch dass es hier jede Menge thermale Quellen gibt, hat es hier sehr viele Onsen. Aber da ein Onsen wie unsere Sauna „oben ohne“ und auch unten ist… naja… wie gesagt keine Fotos eben  Aber dafür von den heißen Quellen bzw. japanisch „Jigokus“, die ins Deutsche übersetzt „Hölle“ bedeuten. Insgesamt gibt es neun Stück wobei ich an dem Tag nur die drei Highlights besucht habe, da es einfach zu heiß war und naja ehrlich gesagt, es mir das Geld (400,- Yen per Quelle oder 2000,- für alle) dann auch nicht wert war…. zumal man dort auch schwer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt. Aber hier die erste Quelle.

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Genannt wird sie „Umi-jigoku“, die See-Hölle da das Wasser so blau ist… ganz nebenbei 98Co heiß

Ebenfalls auf dem Gelände war ein Gewächshaus, in dem einige an schönen Blumen wuchsen.

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Danach bin ich dann ca. 25-30 Min. zu Fuß zur nächsten „Hölle“ gelaufen (bei 37Co im Schatten… allerdings gab es auf dem Weg kaum Schatten!)

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Genannt wird dies heiße Quelle „Oniishibozu-jigoku“…qausi „Schlamhölle“. Dort hatte ich dann wirklich Glück, indem ich ein japanisches Paar getroffen habe die mich mit zur nächsten Hölle genommen haben. Sonst hätte ich wieder 30 Min. zurück laufen müssen und mit dem Bus in den nächsten Ort fahren.

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Der Name dieser Quelle ist „Chi-no-ike-jigoku“, das »Blutbad«, da sie eben tiefrot gefärbt ist.

Von dort aus bin ich dann mit dem Zug nach Beppu zurück und habe mich abends in einem „Onsen“ aufweichen lassen… und ganz ehrlich… man sind die heiß! Jetzt weiß ich warum die Japaner im „Onsen“ immer mit einem kleinen Handtuch auf der Stirn herumlaufen. Das tränken sie bevor sie in ein heißes Bad gehen in kaltes Wasser, so dass sie einen „kühlen Kopf“ bewahren .  

Tja und am nächsten Morgen ging es dann früh raus da ich einen Tagesausflug zum ASO-Vulkan gemacht habe. Dazu musste ich aber erst mal 2,5 Std. mit dem Zug nach Süden fahren.

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Es gibt zahlreiche Varianten um auf den Vulkan zu kommen. Meine Variante war die langsamste, am sehenswertesten und günstigste! Ich bin gelaufen .

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Viele Japaner fahren entweder mit dem Auto zum Krater. Richtig gelesen!!! Auto !!! … oder fahren mit der Seilbahn. Aber egal welche Art man nimmt… sehenswert ist der Krater auf jeden Fall.

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Ich hab mich als ich oben war, da ich noch 2,5 Std. Zeit hatte, dann entschieden die Kraterumrundung zu wagen die im Lonely Planet beschrieben ist. Allerdings sagen die Autoren braucht man 3-4 Std. und es war der letzte Zug zurück nach Beppu auf den ich dann kommen würde nach 3 Std. Dementsprechend zügig bin ich dann losgelaufen!

Allerdings war der Weg nicht immer so einfach. Speziell das Stück auf den höchsten Punkt des Kraters.

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Oben angekommen war ich froh über meine Entscheidung. Die Aussicht war herrlich.

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Von da an ging es immer entlang am Kraterrand zur anderen Seite.

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Auf der anderen Seite angekommen…

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… musste ich mich dann entscheiden. Ob ich den linken Weg zurück zum Kraterrand, oder den rechten Weg zu einer Schlucht nehme.  Beide Wege waren ca. gleichlang. Ca. 1,5 Std., wobei ich dann auch schon in der Stadt sein musste. Allerdings war links auf meiner Karte eine Seilbahn eingezeichnet. Ach ja Karte…. generell muss ich sagen war die Informationsqualität am Vulkan sehr dürftig. Es gab keine Wanderkarten oder ähnliches. Das einzige was ich hatte war ein „Prospekt“ mit einer groben Karte darauf….

Da ich zeitlich eng getacktet war, bin ich links gegangen. Es war a.) der Weg am Krater entlang und ich hoffte, nochmal den Kratersee aus einer anderen Perspektive sehen zu können und b.) war ja die Seilbahn da… d.h. wenn die Zeit zu knapp wird, fahre ich mit der Seilbahn nach unten zum Parkplatz wo dann einen Bus ins Dorf (25-35 Min.) nehmen kann. DACHTE ich .

Also links…

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… nach ca. 30 Min. kam ich dann an zwei Pfähle zwischen denen eine gelbe Folie mit einem Japanischen Schild gespannt war an. Das Ganze sah ein bisschen aus wie diese Absperrungen die man im Fernsehen sieht wenn die Polizei eine Wohnung absperrt… aber auch irgendwie nicht wirklich wie eine Absperrung… links und rechts drumherum konnte man Fußspuren sehen…

Tjo… was nun !?

Ich mein es war kein Totenkopf darauf, oder ein Bild das mir sagen konnte, ACHTUNG Lawinengefahr, oder Lava, oder oder….

… und da die Zeit eng war bin ich also weiter (sorry hatte es echt eilig, daher hab ich kein Bild gemacht.)

Danach hab ich noch kurz einen Stopp am Kraterrand gemacht.  „Mmmmh hier stinkt es definitiv mehr als auf der andere Seite… mal lieber den Schaal vor den Mund binden, wg. Schwefel und so…“ Leider war der See nicht zu sehen und die Aussicht war auch nicht so gut wie auf der andere Seite. Daher bin ich weiter zur Seilbahn mit der ich nach unten fahren wollte…ach ja… auf dem Weg habe ich immer wieder Schutzbunker gesehen… für den Fall der Fälle … also Richtung Seilbahn weiter…

„….mmmh komisch, irgendwie sieht die verlassen aus! Ok, ooooha… da ist der Parkplatz…mmh warum sehe ich a nur 2 Autos und keinen Bus, kein Touristenbüro

Wie ich später erfahren sollte, wurde die Seilbahn vor 12 Jahre geschlossen… ja richtig gelesen!!! …12 Jahre nicht aktiv… danke liebes Prospekt… und somit war auch der Parkplatz nicht mehr „aktiv“ bzw. fährt dort kein Bus mehr

Also schnell nach unten um evtl. eines der beiden Autos zu erwischen, das mich mit in die Stadt nehmen kann… vorbei an dem „mit Totenkopf verziertem Zutritt verboten, Schwefeldioxid-Schild“… und weiter… AAAAH MOMENT MAL!

… bitte WAS!...Schwefeldioxid!?....

…mmmh,  das war also das Schild und die Quasi-Absperrung oben!?... ... warum nicht auch so deutlich wie hier

Naja, dafür war es ja dann auch zu spät, war ja eh schon durch….  Also nach unten um eines der Autos zu erwischen…. hüstel…. kleiner Scherz…. …mir ging es gut.

Und tatsächlich. Ich habe auf halben Weg ein Ehepaar mit ihren zwei kleinen Kindern getroffen denen eines der Autos gehörte. Diese haben mich dann mit in die Stadt genommen wo ich dann sogar noch 20 Min. Zeit hatte um auf meinen Zug zu warten.

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Tja, und dann ging es wieder 2,5 Std. zurück nach Beppu und am nächsten Morgen nach Hiroshima, wo ich ehrlich zugestehen muss das erste mal tief betroffen war, über das was ich dort sehen konnte… aber das ist wie immer eine andere Geschichte…. hüstel…  

 

Euer Sven

 

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