Kyoto (...oder da wo mein Rucksack öfters schlief als ich ;-)

Veröffentlicht auf von Sven

Hallo aus Kyoto,

naja ehrlich gesagt bin ich ja in Osaka gestern Nacht gelandet. Allerdings war ich nur für die Nacht dort. Und nach meinem langen Flug von Vietnam über die Philippinen war ich zu müde um auszugehen und Fotos zu machen.

Daher bin ich aber nochmal später nach Osaka. Allerdings muss ich von dieser ersten Nacht sagen, dass es ein großer Kulturschock und eine sehr gute Erfahrung war. Warum

Ganz einfach…. Die Erste Nacht habe ich in einem „Capsul Inn“ verbracht. Für jemanden der Japan und die Hotelarten dort nicht kennt kurz zu Erklärung (vor dieser Nacht hatte ich auch keine Ahnung wie ein Capsule Inn funktioniert ).

 „Capsule Inn“ sind diese Hotels in denen man in einer kleinen Kabine, so ca. 180cm x 60cm schlafen kann. Und das ca. mit 300-500 anderen Japanern. Eng, günstig und sehr strukturiert…. Das Prinzip ist für Japaner gedacht, die zu lange im Büro waren und nicht mehr nach Hause wollen, oder können, da der letzte Zug schon weg ist, oder so ähnlich . Man gibt die Schuhe an der Rezeption ab und bekommt Hausschuhe, einen Schlüssel für ein „Schränkchen“ in dem man einen Bademantel findet. Lässt seine Aktentasche und Kleider in dem Schränkchen und geht in die Sauna, oder in die Kabine, oder in den Aufenthaltsraum, raucht und sieht Fern

Nun… stellen wir uns vor…. Ein mitteleuropäischer Mensch kommt um 23:30h total übermüdet (nach 24 Std. reisen) an die Rezeption…. Nein… nicht mit Aktentasche… sondern mit 2 Rucksäcken voll bepackt und ca. 30kg schwer. Den Ersten Kulturschock bekommt die Rezeptionistin, die sich denkt… „oh mein Gott was will der hier . Sagt aber aus japanischer Höflichkeit nichts, sondern nickt nur nett und deutet den Weg zu den „Schränkchen“…..Den Zweiten Kulturschock bekommt der Mitteleuropäer, der denkt „…oh meine Gott wie soll denn da mein großer Rucksack da reinpassen Also wieder zurück zu Rezeption… oh, mmmh ja, ok den Rucksack stellen wir hier in dem Raum unter

Also wieder zurück zum Schränkchen… „warum ist hier ein Bademantel drin .... will doch gar nicht ins Hallenbad, oder die Sauna“ … also mit voller Montur und kleinem Rucksack (ca. 10 kg) das „kleine Zimmer“ suchen (dachte ich bis dahin)…. „und warum haben die hier alle den Bademantel an und nicht ihre Klamotten

Nun ja , hätte mein übermüdetes Gehirn etwas besser funktioniert und wäre in der Lage gewesen die einfache Übersetzung von „Capsule = Kabine“ zu ermöglichen, wäre mir viel Lauferei und Verwunderung erspart geblieben …aber dem war ja nicht so… also nach ein paar Gängen und Kurven hab ich dann mein „Zimmer“ gefunden „… aha, darum heißt das Capsule ... ist wirklich ne kleine Kabine…“  kein Platz für Klamotten und schon gar nicht für meinen kleinen Rucksack… also zurück zum Schränkchen. Klamotten rein, Rucksack rein… Bademantel anziehen, Zähne putzen und wenigstens 7-8 Std. Schlaf genießen. Und ich muss sagen. Man schläft dort sehr gut. Und da die Japaner sehr diszipliniert (d.h. ruhig in dem Fall) sind, stört es auch nicht das ca. 24 andere den Gang (4-5m lang) mit dir teilen…

Am nächsten Morgen ging es dann um 09:30h raus, da man vor 10h auschecken muss. An diesem Morgen gab es meine ersten Soba-Nudeln. Sehr lecker . Danach bin ich nach Kyoto gefahren, da ich mir hier einige Sightseeingziele vorgenommen hatte. Ach ja… in Kyoto hab ich dann in einem Backpacker übernachtet, in dem alles so war wie ich das gewohnt war. Zimmer mit "viel" Platz und 6-8 anderen ausländischen Gästen.  Das erste Ziel in Kyoto war der „Gion-Bezirk“…

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…. in dem man abends die Geishas sehen kann die sich auf den Weg zu ihren Verabredungen machen.

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Das zweite Ziel am nächsten Morgen  war das Schloss. 

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… und die Gartenanlage drum herum…

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Danach war ich am „Heian-Schrein“, wo ich mir erklären habe lass für was der Wasserbrunnen und der Löffel ist.

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Ebenfalls an dem Schrein war ich im dahinter gelegenen Garten.

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Ehrlich gestanden muss ich sagen, dass ich die Gärten spektakulärer erwartet hätte. aAllerdings hatte ich ja schon in Shuzou in China sehr schöne Gärten gesehen, so dass es schwierig war mich zu beeindrucken.

Danach bin ich noch zum „Nanzen-Schrein“ der schön gelegen am Rand der Stadt liegt und zu einem Spaziergang durch die Anlage einlädt.

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Dort hab ich dann auch meine Geisha für den Rest des Tages kennengelernt. Leider habe ich Ihren Namen vergessen… Aber sie war aus Südkorea und somit gar keine Japanerin…. Wie Kleidung doch täuschen kann ;-)

Wir haben dann zusammen die Anlage erkundet und waren dann am Schluss noch lecker Eis essen.

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Am nächsten Tag war ich am „Inari-Schrein“, oder dem Schrein der „1000 Tore“.

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Der Schrein ist in einer Parkanlage und verschiedene Wege führen durch den Park. Man sagt auch Geister sollen hier schon gesehen worden sein… aber urteilt selbst ;-)

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Dort bin ich dann noch bis zum Sonnenuntergang geblieben… grusel 

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Am nächsten Tag stand der „Kinkaku-Schrein“ oder auch Goldenen Schrein auf dem Programm…

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Was ich dort sehr interessant fand war das viel Japaner in jedem Tempel ein wenig Geld „opfern“ um für Glück, Gesundheit, etc. zu beten.

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Danach habe ich mich auf die Suche gemacht einen guten Platz zu finden an dem ich abends das „Daimonji – Fest“ ansehen kann. Das Daimonji findet alle 4 oder 10 Jahre in Kyoto statt und ist zu Ehren der Toten. Das konnte ich mir also nicht entgehen lassen. Da alle im Backpacker gesagt haben man sieht nur eines der sechs Feuer an all den Aussichtspunkten (es sei den man zahlt Unsummen um auf ein Dach von einem Hotel zu kommen) habe ich mir gedacht such ich mir meinen Eigenen! Erstens evtl. besser und Zweitens nicht so voll!

Gesagt getan…. Und ehrlich gesagt die dreiviertel Std. suchen hat sich gelohnt…

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… vier von fünf.… finde ich eine gute Ausbeute für mein erstes Daimonji – Fest.

Tja, und am nächsten Morgen ging es dann für einen Tagesausflug nach Himeji… aber das ist wie immer eine andere Geschichte…

Euer Sven

p.s. ach ja, ganz nebenbei… dadurch das ich den Japan Railwaypass hatte und 3 Wochen lang mit dem Zug „umsonst“ fahren konnte…

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… hab ich Kyoto zu meiner Heimatzentrale gemacht und entweder Tagesausflüge von dort aus unternommen, oder meinen großen Rucksack dort im Backpacker gelassen, der am Ende deutlich öfters dort geschlafen hat als ich ;-)

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