Nanjing (...und jede Menge Geschichte...)

Veröffentlicht auf von Sven

Hallo zusammen,

dieses mal aus Nanjing. Nachdem ich mich nun ja schon eine Weile in der Volksrepublik China aufhalte war ich natürlich neugierig auf den Mann dem das alles zuzuschreiben ist, d.h. von dem man sagt das er die Volksrepublik China „gegründet“ hat: Dr. Sun Yat-sen....

..da man in einfach  besuchen kann, hab ich das natürlich getan.... aber da er  ja schon ne weile tot ist, muss das man das ganze in seinem Mausoleum tun (ich denke zu Lebzeiten hätte ich ihn nicht so einfach besuchen können .

 Nanjing 04

Was ich am Mausoleum besonders gut fand waren die Erklärungen zum Mausoleum.... leider waren die Erklärungen zu Dr. Sun nicht so ausführlich... aber dafür gibt es ja den Lonely Planet oder Wikipedia.

Aber zum Mausoleum....

Als Dr. Sun 1925 gestorben ist gab es eine Ausschreibung für sein Grabstädte.... die natürlich ein Chinese gewonnen hat  wer hätte das gedacht ... interessant finde ich aber trotzdem die Struktur der ganzen Anlage...

Nanjing 08

... und vielleicht hat es ja auch wirklich einen nicht „nationalsozialistischen“ Grund warum dieser Architekt gewonnen hat.  Da Dr. Sun ja nun eine neue Ära eingeläutet hat finde ich es persönlich all zu passend, daß seine Grabstätte wie eine Glocke geformt ist.... sehr Passend .

Am Kopf der Glocke ist er begraben... 

Nanjing 07

... und obwohl man keine Fotos machen darf, war ich in guter Gesellschaft so das ich kein schlechtes Gewissen habe. Generell muss ich eh sagen, das die Chinesen etwas lax mit der Einhaltung von Verboten aller Art umgehen. Dazu zählt auch das Fotografieren

Mittags war ich dann im Museum zum Nanjing-Massaker von 1937. Und ganz ehrlich... wäre ich Japaner würde ich es in Nanjing und Umgebung verheimlichen 

Nanjing 10

Die Statuen am Eingang sind noch relativ harmlos, obwohl hier auch schon von „flieht vor den Teufeln...“ etc. gesprochen wird.

Im Museum selber sind dann wirklich in aller Detailtiefe aufgelistet was während der 6 Wochen Besatzung von Najing durch japanische Truppen passiert ist... und das folgende Bild ist noch eines der harmlosen

Nanjing 13

Man kann hier von Einzelschicksalen bis hin zu den Massengräbern alles lesen... Aber es wird zum Glück nicht nur von den Gräueltaten erzählt, sondern auch von den Helden... und sage und schreibe es war ein Deutscher mit dabei... John Rabe

Nanjing 14

Ich bin mir nicht sicher welchen Film ich gesehen habe, oder wann (ich glaube fast in der Schule)... aber der Name kam mir bekannt vor. 

Am Ende des Museumsbesuch sieht man – was ich ganz gut finde - die Freundschaftsentwicklung zwischen Japan und China nach dem Massaker, so das man das Museum doch mit einem „guten“ Gefühl verläßt – zumindest mit dem Gefühl das man als Japaner in Nanjing nicht gleich gesteinigt wird...

Nach soviel Staatsgründungsgeschichte und Kriegseindrücken hab ich mir erst mal den Rest des Nachmittags frei genommen und bin ein wenig in der Stadt umher gewandert.... und siehe da, es gibt sie doch noch  

Nanjing 01

... die „echten“ hutongs....  in Peking hatte ich mich ja auf die Suche gemacht um einen hutong zu finden. Leider habe ich nur die Touristen-hutongs gefunden (nochmal zur Erinnerung „hutong = Armenviertel in China, wie die Townships in Südafrika z.B.)....D.h. Touristen-hutongs sind hutongs, die nachgebaut wurden und nicht mehr dem Original entsprechen... schöner für die Touristen eben.

Dort hab ich dann ein bisschen Obst eingekauft um die lokalen Händler zu unterstützen und bin ins Hostel zurück....

Am nächsten Tag war dann schon wieder Abfahrt nach Shuzuo... Allerdings wollte ich mir noch vorher die Stadtmauer und das Stadttor ansehen...

Nanjing 23

Was ich ziemlich interessant fand, war das jeder Stein der Stadtmauer den Namen des Steinmetz eingraviert hatte, der ihn geformt hatte. Grund war wahrscheinlich das man sicherstellen wollte das die Qualität stimmt. Denn wenn die Stadtmauer an der Stelle einbricht an der „Dein Name“  als Steinmetz steht, dann hat man glaub ich in China (zumindest zu der Zeit) ein Problem 

Auf dem Weg nach unten hab ich noch eine Kleinigkeit zum Schmunzeln entdeckt...

Nanjing 26

... ja ja die Übersetzung ... ich hätte ja gerne einen „meiner“ Stufen mitgenommen, war mir aber dann doch zu schwer im Rucksack 

Tja, und dann ging es wirklich nach Shuzou, in das Venedig des Ostens.... aber das ist wie immer....

 

Euer

Sven

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Veröffentlicht in China

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T
<br /> <br /> Hallo Sven,<br /> <br /> <br /> schön mal wieder was von dir zu lesen. Weiter so...<br /> <br /> <br /> MFG Toni<br /> <br /> <br /> <br />
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