Peking (... gigantisch groß, aber irgendwie doch geordnet...)

Veröffentlicht auf von Sven

Hallo zusammen,

 

heute bin ich in Peking bei meinem neuen Host Stephan von Couchsurfing angekommen. Peking ist auf den ersten Eindruck sehr organisiert und strukturiert. Und das bei 16,5 Mio. Einwohnern... Respekt .

 

Am ersten Tag war eigentlich nicht viel auf dem Programm.... ankommen, mit Stephan und seiner Freundin Sue auf den „Local Market“  gehen, wo es all die netten chinesischen Sachen (vom Hühnerfuß bis zum T-Shirt) gibt.... UND...

 

Peking 33

 

(man kennt die Geschite aus Lhasa, oder !? wenn nein.. dann LESEN !!!)

 

Am nächsten morgen bin ich in die verbotene Satdt, was sonntags eigentlich keine gute Idee ist (wenn Ihr meinen Datong Artikel gelesen habt, dann wisst Ihr warum ).

 

Ansonsten nochmal kurz zur Auffrischung.

 

China hat 1,3 Milliarden Einwohner und jede Menge Touristen, die alle zusammen  samstags und sonntags zu einer der städtischen Hauptattraktionen gehen = keine gute Zeit für Sightseeing, da voll

 

Egal... ich war trotzdem dort. Die „Verbotene Stadt“ ist groß und so war ich ungefähr 4 Std. dort unterwegs. Der großteil der Menschen läuft nur in der Mitte direkt zum Kaiserlichen Garten und Hauptteil des „Gebietes“. Ok ist immer noch ein langer Weg. Allerdings vergessen Sie dabei das links und rechts ebenfalls einige netten Seitenarme der Stadt sind die es lohnt zu besichtigen.

 

Ich bin erst mit dem Strom mit, um mir die „Mitte“ an zusehen, um mich dann in die Seitenarme auf zu machen.

Wenn man das Haupttor passiert hat bekommt man den ersten Eindruck über die „Größe“ der Verbotenen Stadt.

 

Peking 01

 

Man sieht auch immer wieder die typisch chinesischen Figuren und Symbole auf dem Weg.

 

Peking 02

 

Die „Paläste“ die jede Sektion der Stadt trennen dienten dem Kaiser für unterschiedliche Zwecke. Manche als Rückzugsgebiet und machen für Audienzen. Alle beschützt durch eine oder mehrere Statuen (oder mich ).

 

Peking 06

 

Nach dem kaiserlichen Garten bin ich dann in die Seitenarme aufgebrochen und wurde selber zur Attraktion (wieder einmal ).

 

Peking 41 

 

Peking 42

 

Ich sah dort einen „Maler“ der auf Papier mit Wasserfarben die verbotene  Stadt zeichnete. Als er mich sah, stoppte er und fing an mich zu zeichnen.

 

Ich dachte mir nicht viel und blieb einfach stehen damit er sein Bild fertig malen kann. Ich hab nur befürchtet das es mir es verkaufen will. Als ich da so stand und er zeichnete, kamen immer mehr Leute und sahen zu wie ich stand und er zeichnete... super interessant, oder .

 

Peking 07

 

Als ich mit der verbotenen Stadt fertig war bin ich in den dahinterliegenden Park gegangen. Von dort hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt.

 

Bild 08

 

Abends bin ich dann mit Stephan und Sue „Peking Ente“ essen gegangen. Man man, das Restaurant war echt nobel. Wirklich NOBEL

 

Das interessante war, daß wir kein Fleisch bekommen haben, sondern nur die Haut, den Kopf (den durfte ich essen ) eine Suppe und die Beilagen die wir bestellt haben. Dazu gab es verschieden Saucen, Crepe-Röllchen und Gemüse.

Sue hat mir erklärt das die chinesiche Küche das Fleisch wie z.B. die Entenbrust als nicht gut erachtet.

 

Nur was Haut oder in der Nähe der Knoch ist, ist gut, daher gibt es kein Fleisch... supi und ich hab mich so darauf gefreut...  Aber ich muß sagen mit dem Crepe und den Saucen, etc. war es echt lecker...

 

Am nächsten Tag (Montag) ging es dann auf meine 3-tägige Odysee auf der Suche nach einem Lonely Planet für China und der Verlängerung meines Visums...

 

Zwischenzeitlich habe ich echt gedacht das die Chin. Regierung das Buch verboten hat, da unser Guide in Tibet gesagt hat das sie das Buch konfiszieren. Vielleicht ist es auch so, da ich in keinem größeren chinesischen Buchladen das Ding gefunden habe.

 

Sie hatten dort die Lonely Planets von der GANZEN WELT, außer China... schon komisch, oder Naja, nach 3 Tagen Suchen, Fragen, etc. hab ich einen kleinen netten Buchladen gefunden der das Buch hatte...

 

Ebenfalls mit meinem Visum. Erst hieß es das ich es nicht verlängern kann (hatte ja fast schon damit gerechnet, Tibet eben....). Ich wollte aber nach dem ersten Versuch nicht aufgeben und hab es ein zweites mal versucht..... UND siehe da, es geht . Man muß nur mit den richtigen (und auch sehr netten) Leuten sprechen. Ein Officer sagte mir das ich ihm

  1. Ein Einladungschreiben von einem Reisebüro bringen soll
  2. Eine temporäre polizeiliche Registrierung
  3.  Eine Kopie meines Kontoauszuges

bringen soll, dann würde er mir es verlängern. Gesagt getan... am nächsten Tag hatte ich alles.

 

Als ich ihm gesagt habe das ich ein Visum für 3 Monate haben will, lächelte er und sagte er kann es mir für 4 Wochen verlängern. Ich dachte ok, besser als nichts... dann sagte er das es ab dem Tag gültig ist an dem ich es beantrage ....

WAS in Tibet war es nach Ablauf de alten Visums!!!!

 

Na Toll, da gewinne ich genau  13 Tage.

 

Dann sagte er mir ich kann es in jedem Public Secutiry Büro (PSB) in China verlängern ... und ich dachte mir, perfekt, dann ist das ja gar kein Thema  (hat der Typ in Tibet wieder mal gelogen, wie mit dem Zug).

GROßER FEHLER !!! (aber das sollte ich erst in Xi’an lernen )

 

Also habe ich mich frohen Mutes wieder auf das Sightseeing & kulinarische Exzesse konzentriert.

 

Peking 40

 

And diesem Morgen (ja, richtig gelesen... d.h. zum Frühstück gab es große und kleine  Maden bzw. Larven,  großen und kleine Skorpione, Heuschrecken und  Zyrkaden). Die kleinen Skorpione waren am besten... sehr knusprig...aber alle sehr fettig...

 

 Sightseeingtechnisch war als nächstes  die Sommerresidenz des Kaiser angesagt. Mittlerweile hatten Stephan und Sue noch einen 2ten CSer bekommen, Pang. Mit ihm bin ich zusammen in die Sommerresidenz.

 

Peking 12

 

Das coolste an der Residenz ist eigentlich der Ausblick auf den See,  der ebenfalls in der Analge ist... wie gesagt China ist groß, warum mit Platz geizen ).

 

Das ganze Gebiet is sehr schön... ein perfekter Ort um einfach gepflegt spazieren zu gehen... kann gut verstehen das der Kaiser hier im Sommer gerne war.

 

Peking 14

 

 Auf dem Heimweg haben wir einen Kaligraphen getroffen, der beidhändig schreiben konnte... WOW und nicht nur die gleichen Schriftzeichen, auch unterschiedliche DOPPELWOW 

 

Peking 18

 

Als er mich gefragt hat woher ich komme und ich mit Dog Wa (Deutschland) antwortet lächelte er und zeigte mir seinen Sticker den er in Deutschland bekommen hat. Er war sehr stolz auf diesen. Zur Freude und aus Freundschaft zu Deutschland schrieb er dann „Deutschland und China sind für immer Freunde“ auf den Boden.

 

Peking 17

 

Am nächsten Tag ging es für Pang und mich dann zur „Großen Mauer“  Wir hatten uns vorgenommen von Jihnsaling nach Simatai zu laufen. Das sind ungefähr 10km auf der Mauer.

 

Der schwierigere Weg war allerdings der Weg dorthin... (im Lonely Planet war es schon beschrieben das es nciht einfach ist...)

 

Das erste Stück war einfach. Dort ging es mit einem Bus aus Peking direkt nach Muyan. Dachten wir . Da wir beide sehr müde waren (und es war ja auch 6:30 morgens) sind wir im Bus eingeschlafen und wurden abrupt von der Schaffnerin mit dem Kommentar das wir hier aussteigen müssen geweckt .

 

Leider war das im Nichts, naja fast... es waren ein paar Taxis da und weit und breit sonst niemand . Es hat auch keine 2 Sekunden gedauert da hatten wir schon das erste Angebot zur Mauer. Da frag ich mich nur warum die wissen das wir zu Mauer wollen... mmmmh... keiner außer uns hier... scharf kombiniert.... BLÖDE KUH.... ich frag mich nur wieviel Prozent sie von den 600,- Yuan bekommt, was unser erstes  Angeboten war das wir bekommen haben.

 

Ich sagte Pang das wir lt. Lonely Planet einen Minibus für 7 Yuan nehmen sollen und er sagte es dem Taxifahrer. Der sagte, blabla, gibt es nicht, blabla... ich war echt froh das ich kein chinesisch kann. Pang tat mir echt leid, da er die volle Ladung der Lügen des Taxifahrers abbekommen hat. Vor allem hat er genervt. Er ist uns sage und schreibe 10-15 Minuten gefolgt um uns zu überzeugen...  Mich hat es nur noch mehr vom Gegenteil überzeugt...

 

Nachdem wir ihn endlich los waren hat uns ein netter Bauarbeiter erzählt das wir am Besten zur Endstation des Buses fahren und dort nochmal nach dem Minibus fragen. Gesagt getan. Zurück zur Straße und zum Bus... ratet mal wer da auf uns gewartet hat. Pang tat mir wirklich leid... aber dieses mal atten wir Glück und der Bus kam nach kurzer Zeit, so das wir den „Deppen“ los waren.

 

 An der Endstation ausgestiegen hatten wir dann das gleiche Theater... 10 Taxifahre, jeder mit der gleichen Leier... es gibt keinen Bus oder Minibus... da frag ich mich nur wie die ganzen Einheimischen nach Jihnsaling kommen, ist ja ebenfalls eine Stadt .

 

Einer war besonders nervig... der ist uns in den Supermarkt gefolgt und im Restaurant gab er auch keine Ruhe. Ich wollte nach alle dem Stress mit Pang erst mal gemütlich frühstücken und den nächsten Schritt planen... bzw. jemanden Ehrlichen nach dem Bus/Minibus fragen.

 

Als der Taxifahrer dann Pang gegenüber laut geworden ist – nachdem  Ihm dieser zum 10ten mal gesagt hat das wir den Bus nehmen und nicht mit Ihm fahren – ist mir der Kragen geplatzt .

 

Ich bin aufgestand und hab mich ca. 15cm weg  von seiner Nase positioniert und habe ihn auf Englisch angeschriehen... und ich meine wirklich geschriehen... ihr wisst ja alle das ich sehr viel Geduld habe und ein friedfertiger Mensch bin... aber hätte dieser Idiot nur mit dem Finger gezuckt, hätte ich ihm eine geklebt...

 

Als ich bis auf ca. 5cm näher kam, hat er den Rückzug angetreten und wir konnten endlich in Ruhe Frühstücken. Dabei hat sich oh Wunder herausgestellt das es einen Bus gibt  Die Besitzerin des Lokals war so nett und hat uns gezeigt wo es den Bus gibt...

 

Also ging es mit dem Bus weiter..., dann nochmal 15 Min. mit dem Taxi und dann waren wir endlich da Die Große Mauer

 

Peking 19

 

Leider war es etwas trüb und regnerisch an dem Tag was es fürs Fotos machen nicht sonderlich gut war. Dafür hatten Pang und ich die „Große Mauer“ für uns alleine, naja fast.... bis auf das letzte Stück...(zum Glück wie sich später herausstellte).

 

Peking 23

 

Der faszinierende Teil der Mauer war das Stück nach Simatai. Dort wird die Mauer nicht renoviert, da zu wenig Touristen dort hingehen.

 

Peking 24

 

Glück hatten wir auch mit dem Kontrollpunkt. Eigentlich stand im Lonely Planet das man ab der Hälfte nochmal zahlen muß, da es ein zweiter Mauerabschnitt ist. Wir haben auch das Schild gesehen, aber irgendwie war keiner da.... und wir sind dann natürlich flux wie zwei Wiesel durch den Kontrollpunkt durch auf die andere Seite, weil.....

 

...Pang hatte kein Geld mehr (und die Banken haben am WoE zu) und ich mußte Ihm Geld leihen. Allerdings war der Eintritt teurer als gedacht und Weit und Breit kein ATM zu sehen. Damit war auch ich Pleite...

 

Also hatten wir kein Geld mehr um das 2te mal Eintritt zu zahlen und dann noch das Taxi in die Stadt.... aber zum Glück konnten wir ja die herrliche Aussicht des 2ten Teils für lau genießen .

 

Peking 26

 

Dort haben wir auch ganz am Ende (die letzte halbe Std.) eine Gruppe Kanadier kennengelernt die uns dann für lau nach Peking zurückgenommen haben...  (hab Ihnen unsere letzten Yuans angeboten, aber sie haben abgelehnt, WOW).

 

Ich muß sagen der Tag war wirklich ein Highlight, spannend da wir nicht wussten wie wir genau hinkommen / zurückkommen .  Nervig wegen der Taxifahrer , atemberaubend auf der Mauer ganz alleine zu laufen und pures Glück eine freie Fahrt direkt von der Mauer nach Peking zurück zu bekommen (und er war günstig... einmal Mauer und zurück für 82,- Yuan, das soll erst mal einer uns beiden „Schwaben“ [& Glückspilzen] nachmachen ).

 

Am nächsten Tag war shoppen auf dem Wochenendmarkt angesagt...  von Klamotten bis hin zu skurilen Skulpturen gibt es hier alles. Ich hab auch ein paar Kleinigkeiten gekauft ) Am Ende waren es mit den Suveniers aus Tibet und noch ein paar Klamotten 17kg die ich dann auf der Post abgegeben hab... oh tat das meinem Rücken gut )

 

Am näcshten Tag bin ich dann in den 798 Art District.

 

Peking 29

 

Es war genial durch die Gassen zu laufen, die Leute zu beobachten und die Statuen zu bewundern, die dort herumstehen.

 

Peking 28

 

Auch etwas Gechichte und Physik war dabei... allredings weiß ich nicht mehr genau was das nochmal war, aber es kam mir bekannt vor ).

 

Peking 31

 

Tja und dann gings dann auch schon wieder weiter nach Taiyuan... aber das ist wie immer eine andere Geschichte...

 

Euer Sven

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Veröffentlicht in China

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Kommentiere diesen Post
S
<br /> <br /> So, ganz der Leher werde ich nun zu einem pädagogischen Trick greifen, man nennt das extrinsische Motivation (auch<br /> bekannt von früher unter "Zuckerbrot", also das nach der Peitsche...)<br /> <br /> <br /> GEHT DOCH MIT DEN AUSFÜHRLICHEN BERICHTEN!<br /> <br /> <br /> Hat Spass gemacht das zu lesen! Danke und ab sofort immer so  ("Peitsche")<br /> <br /> <br /> (Wartest du eigentlich immer noch??)<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> jaj ja Du mich auch Schwesterherz... . Ich warte immer noch auf das Päckchen... damit hab ich ja auch Zeit fürs schreiben... mach mich nachher gleich an den nächsten Artikel..<br /> <br /> <br /> Falls Du mir weitere extrinsische Motivation zukommen lassen willst, wie wäre es mit Geld !? ... die Form von extrinsischer Motivation finde ich auch gut, allemal besser als PEITSCHE <br /> <br /> <br /> <br />